nofollow oder follow – Wie ist es richtig?

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Fragen & Antworten rund um nofollow und follow

Kernfrage für alle Blogger & Webmaster

Immer wieder wirft sich für viele Blogger die Frage auf, was es mit follow und nofollow auf sich hat und wie man das rel-Attribut zum Link kennzeichnen richtig anwendet. Eine kurze und simple Antwort auf die ganzen Fragen rund um die Kennzeichnung der Hyperlinks mit follow bzw. nofollow gibt es nicht, weil aus unterschiedlichen Blickwinkeln das Thema betrachtet werden kann und muss. Wir werden in diesem sehr ausführlichen Artikel in aller gebotenen Ausführlichkeit, aber vor allem verständlich auf die Fragestellung eingehen – eine Rechtsberatung ersetzt dieser Beitrag jedoch nicht.

Um ein allgemeines Verständnis für die Ausgangsfrage zu entwickeln, gehen wir im Artikel (in vereinfachter Form) auf die Herkunft des no-follow Attributs ein und erklären die Zusammenhänge anschaulich.

Zwischen Recht und Suchmaschinen-Regulation unterscheiden

Häufig wird zwischen gesetzlicher Kennzeichnungspflicht von Werbelinks und den Entscheidungen der wichtigsten Suchmaschine – Google – nicht hinreichend unterschieden und somit verwechselt.

Wir beziehen und in diesem Artikel lediglich auf Beziehung von Suchmaschinen-Entscheidungen!

Sie haben nichts mit dem rechtlichen Aspekt von online geschalteter Werbung zu tun!

Insbesondere geht es um die SuMa Google, die das nofollow tag eingeführt hat, um gekaufte Verlinkungen von natürlichen Links besser unterscheiden (und sich effizienter bereichern) zu können. Mit no- und follow erteilt jeder Webmaster nämlich Anweisungen an die Suchmaschine, ob einer Verlinkung gefolgt oder nicht gefolgt werden soll. Es geht somit nicht um die rechtliche Deklaration eines Bezahllinks, sondern lediglich um die suchmaschinenrelevante Einstufung.

Eins ist allerdings klar: Als Blogger ist es unabdingbar, zu wissen, um was es im Wesentlichen dabei eigentlich geht.

nofollow - follow
nofollow – follow

Das Wichtigste über nofollow und follow auf die Schnelle

Bevor wir uns der Frage widmen, wie man das Attribute setzen kann/sollte/muss, wollen wir als Einleitung für einen groben Überblick sorgen und natürlich werden wir auch mit die Irrtümer und häufigen Falschaussagen rund um die nofollow und follow Sache unter die Lupe nehmen.

Denn keinesfalls ist es richtig, dass

  • nur gekaufte, aber nicht gekennzeichnete Links zur Abstrafung führen
  • Google per se gekaufte Links erkennen kann
  • die Nichtkennzeichnung durch nofollow eine strafbare Handlung darstellt
  • das Link kennzeichnen mit nofollow immer ausreichend ist
  • usw.

Was ist das rel-Attribut „follow“ überhaupt?

Jeder Link, den man als Blogger setzt, ist ein Hinweis für den Leser und die Suchmaschine. Die Verlinkung von Seite 1 (Linkgeber) nach Seite 2 (Linknehmer) ist also eine Art Empfehlung oder die Benennung einer Quelle. Indem man den Lesern oder einer Suchmaschine (SuMa) wie Google einen solchen Link in einen Text einbaut, zeigt man also, wohin Leser und/oder SuMa folgen sollen. Im Regelfall sind Websites und Blogs „follow“. Blogbesucher und Suchmaschinen können – respektive sollen – somit der Verlinkung folgen. Diese Anweisung erfolgt durch ein so genanntes Snippet – ein Code-Bruchteil (html-Code). Hinzugefügt wird: rel=“nofollow“.

Was bedeutet nofollow bzw. follow?

Indem man einem Link das no-follow Attribute zuweist, gibt man der Suchmaschine die Anweisung:

Folge diesem Link nicht!

Wenn Blogger auf diese Weise einen Link kennzeichnen, merkt der menschliche Blogbesucher davon nichts. Die Linkkennzeichnung erfolgt quasi unsichtbar im html-Code. Diese Linkkennzeichnung dient also nur dazu, um der SuMa die Anweisung zu erteilen, einem Link nicht zu folgen.

Mit dem Attribut ‚follow‘ erteilt man der Suchmaschine die Anweisung:

Folge dieser Verlinkung!

nofollow oder follow Link
nofollow oder follow Link – wie geht´s´denn eigentlich?

Warum wird zwischen do-follow und nofollow unterschieden?

Gesetzte Links entscheiden über Ranking und Umsatz

Jeder gesetzte Link ist zunächst eine Empfehlung. Umso mehr dieser Empfehlungen eine Website hat, umso wichtiger ist sie und desto weiter vorne wird sie in einer Suchmaschine wie Google angezeigt, wenn Menschen nach bestimmten Informationen googlen (vereinfachte Ausführung). Je weiter vorne eine Unternehmens- oder Shopseite in den Suchergebnissen, desto besser rankt sie.

Für Onlineshops und andere Unternehmen ist somit ein gutes Ranking natürlich besonders erstrebenswert. Denn:

Je mehr Besucher – umso größer ist der Umsatz!

Es ist also für Shops und Unternehmen relativ einfach möglich, durch Linkaufbau (Linkbuilding) ihre Rankings in den SuMas zu verbessern. Als Website-Betreiber kann man darauf warten, von anderen Webmastern verlinkt zu werden – oder aber man sorgt selbst für den Linkaufbau, indem man künstlich Links generiert (Linkkauf, Produkttests usw.).

Link und Pagerank kaufen
Link und Pagerank kaufen

follow vererbt Pagerank, Juice & Trust, nofollow nicht

Der Pagerank ist noch nicht vollständig abgeschafft, verliert aber immer mehr an Bedeutung und dürfte wohl irgendwann Geschichte sein. Doch er ist ein wichtiger Teil der Erklärung, was es mit follow und nofollow auf sich hat.

Vor einigen Jahren war es so: Jede Website wurde von der Suchmaschine mit dem so genannten Pagerank (PR) bewertet. Es gibt eine Rankingskala von Pagerank 0 bis Pagerank 10.

PR 0 > schlechtester Wert

PR 10 > bester Wert und kaum erreichbar

Der Pagerank war lange Zeit fast schon DAS wichtigste Bewertungskriterium einer Website überhaupt. Je höher sein Wert, desto besser wurde eine Website in der Suchmaschine angezeigt.

Es gab ziemlich klare Wege (nebst entsprechenden Tabellen), wie man dafür sorgen konnte, dass die eigene Website möglichst schnell im Pagerank aufsteigt.

Das sah dann in etwa so aus:

Um z. B. PR 5 zu erzielen, brauchte man

  • x Links von PR 1 Seiten

oder

  • x Links von PR 2 Seiten

oder

  • x Links von PR1 + x Links von PR 2 + x Links von PR 4

War das Ziel klar, auf welchem Pagerank man seine Onlineseite einpendeln wollte, musste man nichts anderes tun, als dementsprechend Links von Pagerank-vererbenden Seiten – also jene, die als follow verlinken – einzukaufen und das nächste Google Pagerank-Update abzuwarten.

Da allerdings die bedeutsamste Suchmaschine selbst an den Rankings Geld verdienen will und dementsprechende bezahlpflichtige Dienste anbietet, hat Google in 2005 das rel-Attribute nofollow zur Kennzeichnung der Hyperlinks eingeführt und straft Linkverkäufer ab, die einen gekauften Link nicht damit kennzeichnen (und natürlich die Linkkäufer).

Webseiten, die mit nofollow einen Link kennzeichnen, vererben nicht den einst begehrten Pagerank, ebenso keinen Linkjuice und keinen Trust.

Da der künstliche Linkaufbau mit der nunmehr weniger bedeutsamen Gewichtung des Pageranks nicht gestoppt werden konnte, gibt es zahlreiche andere Faktoren, die zum Ranken einer Webseite herangezogen werden.

Auch dabei spielen Verlinkungen eine bedeutsame Rolle, denn es geht nun unter anderem verstärkt um thematische Relevanz, thematische Konsistenz und der Background der linkgebenden Seite erhält immer mehr Gewichtung. Die Performance im Gesamten wird mit in vererbenden Linkjuice und Trust einbezogen.

Hyperlinks nach wie vor Ranking-relevant

Obwohl der Pagerank ein Auslaufmodell ist, verlieren Hyperlinks nach wie vor nicht an Bedeutung. Sie gelten immer noch als ein sehr wichtiges Messinstrument, von denen die mächtigste Suchmaschine Google noch einige hundert mehr hat.

Ein Link – drei Wirkweisen

Links wirken in dreifacher Hinsicht. Einerseits schicken sie menschliche Leser von einer Website zur anderen. Andererseits können sie als follow Hyperlink die Rankingfaktoren der linknehmenden – ABER auch der linkgebenden Seite – beeinflussen.

Jeder gesetzte Link sagt somit etwas aus über

  • Linkgeber
  • Linknehmer
  • Mehrwert der linkgebenden Website
Durch Linkbuilding Rankings manipulieren
Durch Linkbuilding Rankings manipulieren

Warum wollen Firmen Links?

Formen der Kooperation

Meist sind es Unternehmen, die auf Blogger zugehen, um nach einer Verlinkungsmöglichkeit zu fragen. Es sind vorrangig zwei Motivationen, die einzeln oder als Kombination ein Unternehmen dazu bringen, einen Blogger oder Webmaster um einen Link zu bitten bzw. sich auf eine Kooperation einzulassen.

  1. Eine große Seite mit vielen Lesern und möglichst themenreinem Content ist deshalb interessant, weil ein Onlineshop recht fokussiert unmittelbar in die Zielgruppe streuen kann.
  2. Allgemein geht es um die Rankingverbesserung, für die vor allem ein do follow Link gewünscht wird.
  3. Die Kombination aus beidem (starker Traffic der Zielgruppe & Linkjuice zur Rankingverbesserung).

Eine dritte Variante für eine Kooperation zwischen Unternehmen und Bloggern ist virales Marketing (WOM, Guerilla), bei der es allerdings in der Regel nicht um Linkbuilding geht. Ziel dabei ist es, möglichst schnell ein Thema oder ein neues Produkt in Umlauf zu bringen (z. B. oft praktiziert von gängigen Shampoo-Marken, Haushaltsreinigern, Waren, die Konsumenten ohnehin im Einzelhandel kaufen).

Langfristige Kooperationen

Wer fände es nicht klasse, sich langfristig von Unternehmen sponsern zu lassen. Dies ist auch keinesfalls selten. Allerdings muss man sich dies durch besondere Leistungen verdienen – oder der SEO des Unternehmens hat einfach keine Ahnung von seinem Job. Dann hat durchaus auch mal ein „kleiner Blogger“ Glück.

Langfristige Kooperationen gibt es in der Regel nur dann, wenn man sich man mit nofollow den Link kennzeichnen „darf“. Denn die Suchmaschinenanweisung „folgen“ würde sonst im Wiederholungsfall in fast allen Fällen zu Linkspam führen, was dann die Abstrafung für Linkgeber und Linknehmer zur Folge haben wird. Dadurch werden nämlich Linkabsprachen erkenntlich.

Interessant ist außerdem NUR 1 Link bei diesem Linkgeber, um Domain- und IP-POP optimal zu manipulieren.

Im Umkehrschluss muss auch noch davon ausgegangen werden, das langfristige Kooperationen – mit follow Anweisungen – der Anfang vom Ende einer Internetpräsenz sind.

Blogwerte mitentscheidend für Art der Kooperation

Welche Art von Anfrage oder Kooperationsvorschlag man als Blogger erhält, hängt sehr stark von der Blogqualität ab. Manchmal aber auch davon, dass die anfragende Person nicht weiß, auf was es ankommt.

Hat man sich mit seinem Blog in einer Nische etabliert und viele Leser unmittelbar aus der Zielgruppe erarbeitet, kann ein Shop durchaus über die Leserzahl des Blogs profitieren, weil sie klick- und kauffreudig sind. Dann ist es einem Onlineshop relativ egal, ob Blogger mit nofollow den Link kennzeichnen.

Hat man ein sehr starkes und sehr erfolgreiches Onlineprojekt, wird natürlich erst recht nach einem do-follow Link ohne Kennzeichnung gefragt – denn das ist die Königsklasse. Allerdings sind derart starke Projektierungen meist nicht mehr nur Projekte eines einzelnen Bloggers, sondern im Hintergrund steht dann in der Regel eine Agentur, ein Verlag oder ähnliches.

Hat man ein nur mäßig erfolgreiches oder komplett erfolgloses Blog, bekommt man vor allem do-follow Anfragen.

Jedes Huhn findet mal ein Korn
Jedes Huhn findet mal ein Korn

Kooperation trotz schlechtem Blog?

Ähm, warum sollte jemand mit einem schlechten Blog kooperieren wollen? Ja, das gibt es – und sogar sehr oft. Google legt formal „großen Wert“ auf ein natürliches Linkprofil.

SEO´s wissen: Zu einem natural Linkprofiling gehören nicht nur Sahnehäubchen, sondern vor allem auch wertlose Links. Sie bilden die breite Basis einer Linkpyramide, in deren Spitze verhältnismäßig (!) wenige, handverlesene Spitzenlinks aufgebaut werden, die als Zugpferd die Rankings am gravierendsten manipulieren.

Unwichtige und wenig Juice-gebende Links dienen lediglich zum Kaschieren, weil sie zu einem natürlichen Linkprofil gehören und werden deshalb auch nur äußerst gering vergütet. Je qualitativer die linkgebende Quelle ist, umso höher ist der Preis, den die anfragende Agentur bzw. der SEO des Linknehmers zu zahlen bereit ist.

Eine Kooperationsanfrage ist somit nicht immer ein Kompliment an das Blog und die Leistung eines Bloggers!

Keine do follow Anfrage ist per se unseriös!

Viele Blogger werden mit Anfragen ohne Link kennzeichnen (do follow) konfrontiert. Blogger bezeichnen Kooperationen mit follow Link gerne mal als unseriös. Darüber kann man geteilter Meinung sein.

Wer das Bloggen richtig versteht, kann durchaus auch vereinbarte Links auf follow setzen, ohne dass dies jemals moniert wird oder gar rechtlich gerügt werden kann. Im Linkmarketing ist dies Usus, weil die Linkmarketer schlicht und ergreifend die diktatorischen Google Richtlinien für Webmaster ignorieren – ebenso, wie Unternehmen.

Linkkauf, Linkverkauf und Linkabsprachen finden im Netz überall statt und es gibt kaum große Internetseiten, die es nicht tun! 

Da schließen sich nicht mal Fachhochschulen, Universitäten oder andere, als seriös geltende Seiten aus.

Von einem „schlechten Gewissen“ spürt man in dieser Branche nichts. Warum auch? Schließlich ist es die Suchmaschine Google, die sich die Macht über das Internet und Rankings an sich gerissen hat. Mit welchem Recht denn überhaupt? Es muss auch ganz klar gesagt werden:

Durch diese Machtergreifung scheffelt dieses Monster- Firma Milliarden und entscheidet ungehindert darüber, welche Webseiten existieren oder nicht existieren.

Doch wo kein Kläger – da kein Richter und bis die EU Google einen Riegel vorschiebt (falls sie es je tun wird), wird noch sehr viel Kohle durch Linkaufbau umgesetzt werden.

Linkprofile sind verräterisch
Linkprofile sind verräterisch

 

Was sagt man als Blogger mit einem Link aus?

Es gibt kein richtig oder falsch

Eigentlich kann jeder Blogger es mit nofollow und dofollow handhaben, wie er es will. Aber nur eigentlich. Letztlich will jeder Blogger mit seinem Onlineprojekt etwas erreichen – und wenn es nur Leser sind. Eine Abstrafung durch die Suchmaschine Google kann derart folgenreich sein, dass die Leserzahl komplett einbricht. Mit einer sinnvollen Anwendung von nofollow sowie follow kann man vieles tun, um sich einigermaßen gut vor einer Abstrafung zu schützen.

Ein richtiges oder falsches Anwenden gibt es allerdings kaum. Wenngleich zwar Google in seinen Richtlinien für Webmaster sehr präzise ausformuliert, wie man mit dem rel-Attribut umgehen soll und was man als Blogger tun oder nicht tun „darf“, schützt dies nicht immer vor einer Google Sanktion. Es kann somit lediglich ein möglichst bedachtes Handeln sein, um sein eigenes Projekt nicht an die Wand zu fahren.

Hyperlinks – Ungefährlich oder riskant?

Links gehören zur Grundstruktur des Internets

In dem Moment, in dem man einen Hyperlink setzt, spricht weist man hin auf:

  • eine Quelle
  • eine Referenz
  • eine weiterführende Information

Konkret heißt das:

  • Der Blogger bekräftigt durch die Verlinkung den Wahrheitsgehalt einer Aussage.
  • Der Blogger verweist auf eine Bestätigung seiner Aussage.
  • Der Blogger ergänzt durch den Link seine Aussage durch noch mehr Informationen.

Ist eine Verlinkung mit dem Content stimmig, macht der Link einen Sinn und liefert er einen nachvollziehbaren Mehrwert für den Leser, wird Google nichts gegen das Folgen des Links haben.

Bis hier hin ist klar: Links gehören zum Content und sind elementar für das Internet!

Diese Linkziele sind brisant

Google sagt in seinen Richtlinien für Webmaster aber auch, dass ein Link als Empfehlung gesehen werden kann. Das öffnet natürlich Tür und Tor, um den Bock zum Gärtner zu machen.

Blogger und Webmaster „empfehlen“ dann mal eben diese Marke, jenen Shop, oder eine Internetseite, die auf irgendeine Weise sichtbar Geld verdient. Schließlich leben doch Blogger nur dafür, tagtäglich

  • Modelabels
  • Kosmetikmarken
  • Onlineshops
  • Gartengeräte
  • Dienstleister
  • usw.

zu testen und auf ihrem Blog vorzustellen. Selbstverständlich wird dabei stets ein Link gesetzt. Schon fängt es an, gefährlich zu werden. Ob Blogger einen solchen Link kennzeichnen, dofollow oder nofollow machen oder wie auch immer. Denn genau hier schaut die Suchmaschine Google genauer hin und analysiert.

Mitunter eben deshalb, weil der Suchmaschinengigant es doch viel lieber sehen würde, wenn jene Unternehmen, die Geld durch ihre Internetpräsenz bezahlpflichtige Google-Dienste für bessere Rankings nutzen würden. Mitnichten ist Google ein „Gutmensch“ der den Internetusern nur astreinen Content mit Mehrwert und beste Nutzermöglichkeiten gewährleisten will.

Google ist und wird immer mehr zu einem Milliarden-schweren Gelddruck-Konzern.

Verlinkungen sind Marketinginstrumente
Verlinkungen sind Marketinginstrumente

Wie Google gekaufte Links entlarvt

Kann Google gekaufte Links erkennen?

Nein! Definitiv nicht. Es sei denn, der Blogger schreibt es in den Artikel dazu. Aber auch dann wird Google nicht unbedingt darauf aufmerksam, dass es sich bei einer Verlinkung um einen bezahlten Hyperlink handelt. Immerhin gibt es Milliarden Websites – diese alle zu lesen (so, wie wir Menschen das tun), ist kaum möglich.

Trotzdem kann Google auf Verlinkungen aufmerksam werden, die zunächst den Anschein erwecken, gegen die Richtlinien für Webmaster zu verstoßen. Hierfür gibt es diverse Algorithmen, die der Suchmaschinenriese natürlich mehr oder weniger geheim halten kann.

Verdacht eines Linkkaufs reicht aus

Warum Google niemals mit Sicherheit feststellen kann, dass es sich bei einer Linkplatzierung tatsächlich um einen Manipulationsversuch handeln kann, werde ich gleich noch kurz ausführen. Viel wichtiger jedoch ist die Feststellung:

Google kann anhand der Verlinkung selbst NUR vermuten, ob es sich um einen Kauflink handelt.

Da der Suchmaschinengigant nicht dem Gesetz, sondern einzig seinen Umsätzen verpflichtet ist, kann Google somit auch schon bei einem Verdacht (!) eine Penalty gegen eine Website verhängen.

Es spielt somit faktisch überhaupt keine Rolle, ob eine Linkplatzierung tatsächlich gekauft wurde oder ohne jegliche Absprache und Manipulationsabsicht gesetzt wurde.

Anzeichen für manipulative Verlinkungen

Anhand der verschiedenen Algorithmen kann Google sehr gut sich ein Bild über jeden einzelnen Link machen. Für vereinbarten Linktausch oder gekaufte Links gibt es einige Kriterien, anhand derer ein manipulatives Linkbuilding vermeintlich ausgemacht werden kann. Einige davon:

  • reziproke Verlinkungen
  • Money-Key-Verlinkung
  • bekannte Linkverkäufer
  • bekannte Linkkäufer
  • Linkprofil des Linknehmers
  • Tempo des Linkaufbaus
  • Platzierung des Links innerhalb des Contents
  • Umgebung, aus der ein Link gesetzt wird
  • Anzahl der externen Verlinkungen (Linkgeber)
  • Anzahl der Linkplatzierungen von gleichem Linkgeber zu gleichem Linknehmer
  • usw.

Irrtum, Zufall und andere Pannen

Falsche Behauptungen

Es wird immer wieder gerne propagiert, dass ein „freiwillig“ gesetzter Link nicht abgestraft werden und deswegen problemlos auf follow stehen kann. Ebenso wird immer wieder behauptet, dass (jeder) gekaufte Link (der nicht mit nofollow gekennzeichnet wurde) erkannt und abgestraft wird.

Beide Aussagen sind völliger Blödsinn.

Wenngleich die Suchmaschine Google sehr, sehr mächtig ist und wirklich viel mehr über uns alle weiß, als wir es für möglich halten: Im Normalfall hat der Suchmaschinenkonzern keinerlei Kenntnis darüber, wie eine Linkeinbindung wirklich (!) zustande kam. Einzig die Art und Weise, wie verlinkt wurde, kann gemeinsam mit dem Algorithmus eine Vermutung über das Zustandekommen eines Links erzeugen.

Oder aber, der Blogger schreibt, dass der Artikel gesponsert wurde, vergisst aber das Link kennzeichnen mit dem no follow tag. Doch selbst das würde in fast allen Fällen von Google übersehen, wenn nicht das Blog selbst aufgrund des Algorithmus bereits die Aufmerksamkeit der Suchmaschine auf sich gezogen hätte.

Unglückliches Linkziel ausgewählt

Generell sollte jeder Blogger sich mehr als nur einmal überlegen, wohin er verlinkt. Auch eine freiwillige und ohne Verabredung und Bezahlung eingebauter Hyperlink kann die Abstrafung zur Folge haben. Gründe dafür:

  • aus Unwissenheit genutzter Moneykey
  • Linksetzung zu einem bekannten Linkkäufer
  • Linkeinbindung, die Algorithmus anschlagen lässt
  • Linknehmer wurde aufgrund anderer Verlinkungen abgestraft
  • usw.

Insbesondere alte Verlinkungen können hierbei zum Problem werden, denn was vor eins, zwei, fünf oder 10 Jahren noch legitim war, wird heute von der mächtigen Suchmaschine ebenfalls sanktioniert. Es kann somit also denkbar sein, dass man auf dem eigenen Blog vor vielen Jahren einen Link als follow gebaut hat, der Linknehmer inzwischen Linkbuilding betreibt und in der Folge man selbst als Linkbuilder abgestraft wird.

Wie sollte man follow und nofollow anwenden?

Es gibt keine allgemeingültige Regelung

Wie bereits eingangs erwähnt, gibt es kein „Richtig oder Falsch“. Es gibt jedoch einige sinnvolle Lösungsansätze, beim Linksetzen möglichst sinnvoll vorzugehen und das Risiko einer Google Abstrafung möglichst gering zu halten.

Per se jeden Link und das gesamte Blog auf no follow zu setzen ist definitiv keine solche. Denn:

Die gesamte Struktur des Internets basiert auf Verlinkungen!

Warum nur nofollow schädlich ist

Per se alle ausgehenden Verlinkungen auf nofollow zu setzen, ist das denkbar falscheste Signal, dass man an die wichtigste Suchmaschine überhaupt entsenden kann. Warum das so ist? Besinnen wir uns auf das, was Verlinkungen darstellen. Referenzen, Quellen, Untermauerung und Empfehlungen.

Indem man Google durch das Attribut nofollow sagt, all diesen Links soll nicht gefolgt werden, diskreditiert man die eigenen Empfehlungen. Wenn nun jede Linkempfehlung eines Blogs durch nofollow entwertet wird – wie empfehlenswert ist dann das Blog selbst?

Wie wir der Meinung sind und wie dieser Fachartikel kommuniziert, sind nofollow Links nicht per se negativ. In einer gewissen Ratio sind sie sogar positiv, weil sie einem natürlichen Linkschema entsprechen. Auch Sistrix kommt zu einer ähnlichen Einschätzung.

Nicht vertrauenswürdige Websites

Das nofollow Attribut wird auch dann notwendig, wenn man „nicht vertrauenswürdige Inhalte“ verlinkt. Aha! Spätestens hier müssten alle nofollow-Verfechter darüber nachdenken, welche Folgen es für eine Website oder einen Blog hat, wenn man kontinuierlich der Suchmaschine die Anweisung erteilt, einer Verlinkung nicht zu folgen.

Jeder Link ist eine Empfehlung
Jeder Link ist eine Empfehlung

Wo würden Sie Ihre Pizza essen wollen?

Ein sehr gutes und von uns immer wieder gern verwendetes Beispiel: Die beste Pizzeria in der Umgebung. Woher sollen die Menschen wissen, dass ausgerechnet jenes Restaurant das beste der Region ist?

Drei Möglichkeiten gibt es:

  1. Die Pizzeria macht teure Werbung, um auf sich aufmerksam zu machen.
  2. Die Pizzeria hängt Schilder und Plakate aus, um auf sich aufmerksam zu machen.
  3. Die Pizzeria kauft Kunden, die das Essen nebst Service bewerten.

Jede dieser Optionen steht für eine Möglichkeit, die sich auf die Präsenz im Internet übertragen lässt.

Lösung 1:

Der Italiener bucht Google Werbung. Sie sorgt für einen Bekanntheitsgrad, sagt aber nichts über die Qualität der Pizza aus.

Nachteil: Ein Pizzabäcker, der von sich selbst behauptet, der beste zu sein, wirkt nicht glaubhaft.

Lösung 2:

Das Restaurant kauft Backlinks, deklariert sie formal richtig als nofollow – jeder weiß, dass diese Empfehlung gekauft und somit nicht authentisch ist. Außerdem wirkt Lösung 2 so:

Nachteil: Das Pizzarestaurant investiert in Werbung, aber schreibt gleich dazu, dass die Besucher die Werbung nicht beachten sollen, weil sie ja gekauft ist.

Lösung 3:

Der Restaurantchef lädt zum Essen ein, überzeugt mit gutem Service und hofft auf gute Mundpropaganda

Nachteil: Nicht alle zufriedenen Kunden bewerten und viele, die bewerten, übertreiben es in Lobhuldigung, so dass es unglaubwürdig klingt.

Der goldene Mittelweg

Weder Lösung 1, 2 oder 3 ist – alleine angewandt – richtig und ausreichend und somit muss eine Alternative gefunden werden. Aus Sicht des Pizzarestaurants – vor allem gegenüber Google – müssen alle drei Varianten genutzt werden – denn das ist die einzig vernünftige Methode. Schließlich lässt sich keiner gute Chancen entgehen, wenn es um Geld und Erfolg geht.

Aus Sicht des Bloggers ist eine gesunde Mischung sinnvoll. Dazu gehören:

  • seriöse, vermutlich nicht gekaufte Linksetzungen
  • gekennzeichnete Kauflinks
  • hier und da ein Moneykey, aber auch Long Tails
  • qualitative Trustlinks
  • der ein oder andere Kauflink, der man nicht als nofollow Link kennzeichnen will

Gekaufte Links nicht kennzeichnen?

Im Bezug auf die Suchmaschine Google kann es durchaus sinnvoll sein, den ein oder anderen Kauflink nicht mit nofollow als solchen zu deklarieren. Immerhin ist es der Suchmaschinenriese selbst, der uns weiß machen will, dass natürliche Verlinkungen das sind, was man will.

Eine zu saubere Site gilt schnell als verdächtig.

Zu natürlichen Verlinkungen zählt aber auch, dass man unwissentlich und rein zufällig Linkplatzierungen vornimmt, die gegen jede (SEO-) Vernunft sind. Denn: Wer wirklich KEIN aktives SEO betreibt, hat garantiert so manch schwarzes Linkschäfchen in den Weiten seines Blogs begraben, das geradezu nach einer Sanktionierung des Suchmaschinengiganten schreit. Zu sauber wäre nämlich sehr verdächtig. Der goldene Mittelweg ist demnach:

Alles in Maßen – nichts übertreiben!

Es geht nicht um die Frage nach dofollow oder nofollow!

Okay, das klingt nun wirklich nicht überzeugend. Aber ganz so falsch ist diese Überschrift nicht. Der Google Support schreibt selbst:

Vermeiden Sie Tricks, die das Suchmaschinen-Ranking verbessern sollen. Ein guter Anhaltspunkt ist, ob es Ihnen angenehm wäre, Ihre Vorgehensweise einem konkurrierenden Website-Betreiber oder einem Google-Mitarbeiter zu erläutern. Ein weiterer hilfreicher Test besteht darin, sich folgende Fragen zu stellen: „Ist dies für meine Nutzer von Vorteil? Würde ich das auch tun, wenn es keine Suchmaschinen gäbe?“

Quelle: Google

Selbstverständlich ist DIESER Link follow, denn als nofollow Link kennzeichnen ist hier nicht nötig. Wir plaudern nicht aus dem Nähkästchen, indem wir verraten, dass uns die große Suchmaschine NICHT dafür bezahlt hat, diese Linkplatzierung zu setzen, sondern sie ergänzt diesen umfangreichen Artikel in Form einer Quellbenennung und stellt somit einen Mehrwert für Sie als Leser dar.

Es geht also einzig darum, wie angebracht und sinnvoll eine Linkeinbindung innerhalb des Kontextes ist.

Rechtlich: Man muss jeden Link kennzeichnen

Bei der Frage, ob man einen Link kennzeichnen muss oder nicht, muss zwischen dem rechtlichen Aspekt und der Google Bewertung konsequent unterschieden werden.

Google will – offiziell – Suchmaschinenmanipulation verhindern.

Der Gesetzgeber will – offiziell – Transparenz, wenn es sich um Werbung handelt.

Gegenüber der Suchmaschine ist bei einem vereinbarten Link insbesondere die Kennzeichnung mit nofollow im Quellcode erforderlich.

Für den Gesetzgeber ist dagegen eine klare Deklaration als „gesponserter Beitrag“ bzw. „sponsored Post“ relevant, während ihm es recht egal sein dürfte, ob follow oder nofollow in der Quelle notiert ist.

Das sind also zwei Paar Schuhe; das Eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Wer gekaufte Links gegenüber Google nicht kennzeichnet, gerät somit nicht zwingend mit dem Gesetz in Konflikt – so es sich nicht um werbenden Charakter handelt.

Wie setzt man einen Link auf nofollow?

Wie man technisch follow oder nofollow in den Code einbringt, hängt ganz davon ab, unter welchem System man bloggt. Der wichtigste und gewiss hilfreichste Tipp, den wir Ihnen hierzu geben können:

Suchmaschinen-Gigant Google will einzigartigen Content.

Dies wiederum macht eine Wiederholung unsererseits vollkommen überflüssig und deshalb setzen wir als (Trust-)Link zum Abschluss dieses How-To.

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One thought on “nofollow oder follow – Wie ist es richtig?

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