Google Abstrafung schlimmer als gedacht

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Warum noch mehr Blogger abgestraft werden

Wer von der Google Penalty betroffen ist, kann sich heute, zumindest heute den Arsch in Scheiben freuen. Sicher wirft die Tagesstatistik gute Zahlen ab, denn jeder in der Szene rutscht mit Diagnose-Tools über die Müllhalde, die Google gerade fabriziert hat. Doch damit ist dann bald auch Schluss. Das Ausmaß der bekannt gewordenen Google Abstrafung wird um ein Vielfaches höher sein, als bisher angenommen wurde. Grund dafür ist darin zu sehen, dass die betroffenen Blogger wirklich stümperhaft und leichtsinnig vorgegangen sind und niemals damit gerechnet hätten, dass man abgestraft werden könnte. Einst noch belächelten Sie andere Blogbetreiber, die sich von den angewandten Praktiken abwandten. Nun sieht das Spiel doch anders aus und Google fällt Entscheidungen, die längst schon absehbar und sowieso nötig waren. Sicher sind sich die betroffenen Blogger nicht bewusst, dass es nicht bei nur einem Blog bleibt, wenn sie mehrere haben. Zumindest dann nicht, wenn man die gleichen dummen Fehler auch gleich mehrfach gemacht hat. Für das betroffene Netzwerk werden die Folgen bei Weitem schlimmer sein, als sie es bis jetzt vernommen haben.

Die Google Abstrafung wird unterschätzt

Unlust am Bloggen, Frust und Enttäuschung machen sich gerade breit, dabei wird die Google Abstrafung unweigerlich auch Existenzen bedrohen. Urlaube in Italien werden passé sein oder müssen eben künftig selbst finanziert werden, ebenso wie big Gewinnspiel-Sponsoring nun ausbleiben dürfte, weil das Media-Kit bald ein Kit des Grauens sein wird. Die organische Suche wird Bände sprechen und wer weiß, ob die sonst so treuen Verfolger auch dann noch kommen werden, wenn es nichts mehr zum Abgreifen gibt. Während sich die betroffenen Blogger noch gegenseitig im Kollektiv bemitleiden, bekommt die Seo-Szene bereits nach Bekanntwerden der ersten Penalty Runde eine mittelschwere Krise und schon bald geht´s los, dass die Betroffenen aufgefordert werden, Links aus dem Netzwerk zu entfernen. Auch ich werde davon Gebrauch machen, denn besagte Blogs schädigen bewusst alle, die jemals von dort einen Link erhalten haben – auch, wenn über Bande gepspielt wurde. Ein Link von einem Blog, das dermaßen abgestraft wurde, ist ab sofort Gift für jeden anderen Blogger.

Warum viele Blogger jetzt handeln müssen

Eine Google Abstrafung in dem Umfang, wie sie aktuell zu verfolgen ist, zieht nahezu alle anderen Blogger mit in den Moloch, weil Google hier nicht nur einzelne handverlesene Projekte selektiert und abgestraft hat, sondern ein gewaltiges Netzwerk enttarnt hat. Bloggerparade, Mutter-Kind-Familien-Tralala, Blogrolls und Ich-verfolge-dich-und-du-mich werden jetzt zur Guillotine. Derzeit sind mir rund 25 Blogs bekannt, die es getroffen hat und aktuell bewegt sich meine Liste bei wenigstens 250 Blogs, die noch folgen können. Immer noch haben die Betroffenen nichts kapiert von dem, was gerade passiert. Denn sie posten immer noch munter weiter und tun, als ob nichts passiert. Klar, man kann natürlich so tun, als sei nichts. Doch verkannt wird, dass derartige Misserfolge von außen sehr gut messbar sind. Die, die es bereits wahrgenommen haben, dass gerade der Abstraf-Bär stepppt, denken, das Schlimmste sei eingetroffen. Warten wir mal zwei, drei Wochen ab, dann ist es nicht nur der Bär, sondern gleich der ganze Tierpark, der auf den Beat von Hier fliegen gleich die Löcher aus dem Käse abhottet. Von meiner Seite her werde ich konsequent den Linkabbau fordern, falls im betreffenden Netzwerk welche zu meinen Seiten gelegt wurden. Notfalls geschieht dies auch mit Hilfe von Google sowie einem Abmahnanwalt.

Was sollten andere Blogger tun?

Ein absoluter Großteil der Blogs, die dem entsprechenden Netzwerk angehören und abgestraft wurden sind jene – vor allem auch die größeren, die eindeutig als Produkttest-Blogs zu erkennen sind. Fast alles, was in der Top Level Domain irgendetwas mit „Test“ zu tun hat, ist bereits betroffen. Auch solche Blogs, die das Thema Produkttest bedienen und Blogger, die sich in diesen Kreisen bewegen. Um sich selbst vor der Google Abstrafung zu schützen, hilft letztlich nur Distanz, Linkabbau, Abmahnung, falls sich die Delinquenten weigern, Löschaufforderungen unverzüglich nachzukommen. Eine der, die es wohl mit am härtesten getroffen hat, gibt ja Tipps zu SEO, andere könnten diese Expertin um Rat fragen, ob man Löschverpflichtung unterliegt.

Was die betroffenen Blogger tun können

Eins muss klar sein: eine Google Abstrafung muss nicht dauerhaft sein, jedoch ist dies immer anlassabhängig zu bewerten. Da die Methoden, die im betroffenen Netzwerk ohnehin schon in der Szene diskutiert und scharf kritisiert wurden, wirklich extrem sind, dürften die meisten Projekte als vollständig verbrannt einzustufen sein. Wer die Rettung versuchen will, muss tief in die Trickkiste greifen. Die erste Maßnahme sollte es sein, denen in den Arsch zu treten, die in dieses Moloch eingeladen haben. Ein Rettungsversuch kann in Einzelfällen der konsequente Linkabbau gepaart mit anderen drastischen Maßnahmen sein. Ist ein Blog betroffen, kann sich die Sanktion auch auf andere Projekte übertragen. Unterm Strich kann dies das Aus bedeuten und der Gang zum Sozialamt nötig werden, wenn man wenigstens offiziell Einnahmen beim Finanzamt angemeldet hat. Wer weiter Hartz-4 bezieht, für den geht alles wie gehabt weiter, nur eben ohne all die schönen gratis Produkte. Im schlimmsten Fall kann auch der Staatsanwalt an der Tür klopfen, denn wer sich solcher Methoden bedient hat, kann sich zumindest dem Verdacht des Betrugs nicht entziehen. Unwissenheit schützt bekanntlich vor Strafe nicht. Es wäre doch mal interessant, wenn jene betroffene Blogger sich mal dazu äußern. Insbesondere auch im Bezug, dass viele im Vorfeld gewarnt wurden.

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7 thoughts on “Google Abstrafung schlimmer als gedacht

  1. So einen lächerlichen Quatsch habe ich schon lange nicht mehr gelesen und das von einer Seite mit PageRank 0.
    Ich habe mich köstlich amüsiert.
    Ob da der pure Neid spricht oder weshalb veröffentlicht man so einen gehaltlosen Humbuk?

  2. Ja, da gebe ich dir Recht Sandra. Man muss sich nur die anderen Seiten bzw. Blogs von diesem Bloginhaber ansehen, dann weiss man alles. Wenn man nur halbes Wissen verbreitet, sollte man das ganz gleich lassen *augenroll*.

  3. Das tut mir leid, dass dir jetzt der Gang zum Sozialamt bevorsteht. Interessant finde ich die These mit den Gratisprodukten… Dir ist schon bekannt, dass man diese ebenfalls als Einnahme versteuern muss?

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