Bitte entfernen Sie den Link

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Was früher mal war, gilt heute nicht mehr

Es gab mal Zeiten, in denen schien es völlig egal zu sein, welcher Qualität ein gelegter Link entsprach. Es genügte, einfach nur schön zu bloggen. Hauptsache (Link-)Masse, statt Klasse. Wer die meisten Links mit den besten Monkeys auf sein Projekt aufsetzte, hatte bei Google die Nase vorn. Mit den Suma-Updates wurde das anders. Nur saubere Linkprofile machen gute Suchmaschinenenplatzierungen möglich. Unternehmen, Shops und Dienstleister sind jetzt daran, möglichst jeden schädigenden Link entfernen zu lassen um derart für ein sauberes Linkprofil zu sorgen. Anfangs war es mit dem Linkabbau noch schnell zu erledigen. Kurze Mail an den Blogger, der entfernte und schon hatte man einen Schadlink weniger. Das fleißige SEO-Hörnchen rackerte sich also mit Elan durch die entsprechenden Listen mit Negativ-Blogs und irgendwann trug der Erfolg Früchte… bis dann vermeintlich pfiffige Blogbetreiber auf die windige Idee kamen, nicht nur für den Linkaufbau sondern auch für den Linkdelete die Hand aufzuhalten und Geld dafür zu verlangen. Für eine 2-Sekunden-Angelegenheit wird mitunter mit 5, 10, 25 und mehr Euro zur Kasse gebeten.

Denn sie wissen nicht was sie tun

Nur mit diesem Sinnspruch lässt sich das Verhalten solcher Blogger erklären. Denn hier fehlt es an jeglichem Sachverstand darüber, was man als bezahlter Blogbetreiber eigentlich tut und was die Folgen falschen Handelns sind. Fordert ein Unternehmen zum Link entfernen auf, heißt das nichts anderes wie:

„Dein Link schadet meinem Geschäft! Beende das!“

Wieso schadet ein Link?

Das kann mehrere Gründe haben, die fast immer beim Blogger, manchmal aber auch beim Linknehmer zu suchen sind. Angefangen von fehlender Themenrelevanz über den nun eher schädigenden Monkey bis hin zur abgestraften Linkschleuder usw. reichen die Gründe, warum ein Blog durch die Linkplatzierung dem Unternehmen Schaden zufügen kann. Wurde der Monkeykey vom Auftraggeber einst so gefordert und wurde in Bad Neighbourhood eine Verlinkung in Auftrag gegeben, muss sich der Linknehmer durchaus den Schuh der Mitschuld anziehen. Jedoch nur deshalb teilweise, weil die neuen Google-Spielregeln vor 2, 3 und noch mehr Jahren nicht absehbar waren. Unter damaligen Vorrausetzungen hätte ein schlechter Linkauftrag nicht so gravierend Schaden angerichtet, sondern viel mehr einfach nur nichts Positives bewirkt. Häufig sind es jedoch gerade Blogs jüngeren Alters, die erkennbar mit der Motivation durch´s Blogging zu profitieren, nach vorne geschnellt sind. Dazu brauchte es Manipulationen, die nun zu einer großen Abstrafungswelle führten.

Der Blogger als Schuldiger

Fordert eine Firma den Linkabbau, liegt ein Großteil der Schuld beim Blogger selbst. Wer Geld (respektive „Testprodukte“) für die Erfüllung einer Dienstleistung entgegennimmt, geht damit eine Geschäftsvereinbarung ein. Dies lässt annehmen (und suggeriert dem Linkkäufer), dass der Linknehmer durch die Entlohnung einen Anspruch auf Positiverfüllung hat. Zumindest in dem Rahmen, indem ein Blogger die Qualität seiner zu erbringenden Gegenleistung beeinflussen kann. Hier kommt nun die Abstrafung aus den Monaten April bis September 2013 ins Spiel, über die man hier und hier Näheres nachlesen kann. Dieser Bloggerkreis (es ist EIN Kreis, Netzwerk) kann keine Schuldzuweisung von sich weisen. Mit betrügerischen Methoden wurde eine vermeintlich gute Blogqualität nach außen projiziert, die keine war. Indem sich ein Kreis der immergleichen Blogger gegenseitig verfolgt, bei den immergleichen kommentiert und sich alle untereinander reziprok verlinkten, wurden die eigenen Linkprofile mutwillig und schier stümperhaft manipuliert. Die dahinterstehende Absicht ist klar: mehr „Testprodukte“, mehr mittelmäßig bezahlte Aufträge. Eben jene sind es nun, die hauptsächlich zum Linkdelete aufgefordert werden und die nun Geld dafür sehen wollen, damit sie den geforderten Linkabbau durchführen. Solche Methoden sind weder professionell, noch sprechen sie für Kompetenz. Weder in Sachen Bloggen, noch mit dem Blick auf Geschäftsgebaren. Dass nun immer mehr Linknehmer dazu übergehen, auch mit kostenpflichtigen Abmahnungen gegen Linkgeber vorzugehen, verwundert angesichts dessen nicht sonderlich und zu solchen Schritten raten auch wir unseren Kunden, wenn Blogger nicht wie gewünscht einen Link entfernen oder Geld dafür verlangen. Weder wird den Bloggern bei der Aufforderung das kleine Einmaleins des Bloggens erklärt, noch wird zeitbindet darüber diskutiert, weshalb der Abbau gefordert wird. Hätte sich der Blogbetreiber mit dem Blogmarketing auf professioneller Ebene befasst, wüsste er über diese Sachverhalte. Bekanntlich schütz Unwissenheit vor Strafe nicht.

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