Bloghosting – Freehosting oder TLD und Webspace

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Wie und wo kann man einen Blog aufmachen?

Zur Basis eines Blogs gehören zwei elementare Dinge: Die Blogadresse und der Ort, an dem der Inhalt des Projekts quasi liegt. Dies ist der sogenannte Webspace. Beides kann man über einen Hoster erhalten. Doch bevor man sich für einen Anbieter entscheidet, müssen zwei wichtige Dinge geklärt werden. Nämlich in welcher Form man den Blognamen nutzen will und ob man für das Blog Freehosting oder bezahlten Webspace verwenden möchte. Hier stehen sich gravierende Unterschiede gegenüber. Es lohnt sich jedoch, sich näher mit dieser Thematik auseinanderzusetzen, denn kostenlos ist zwar nett, aber nicht unbedingt gut. Da eine TLD (Top Level Domain) und bezahlter Webspace nicht teuer sind, sollte man diese Variante nicht von vornherein ausschließen.

Webhosting mit Top Level Domain oder Subdomain

Was bedeuten all diese Begriffe?

Unser kleines 1×1 für Blogger richtet sich an Newbies und an Menschen, die bisher noch keine Erfahrung mit dem Bloggen gemacht haben. Daher ist es nützlich, zunächst die Begriffe und die Unterschiede der einzelnen Instrumente zu erklären.

 

 

Webspace: Freehosting & Webhosting

Kostenloses Freehosting: Ein Vorteil, viele Nachteile

Beim Freehosting nimmt man kostenlosen Webspace in Anspruch. Einziger Vorteil: Das Hosting kostet erst einmal nichts. So attraktiv das klingt, so viele Nachteile gibt es auch. Die gravierendsten sind:

  • kein eigenständiger Raum für das Blog
  • überlange, schlecht merkbare und minderwertige Blogadresse
  • eigenständige TLD Domain nur gegen Aufpreis
  • zum Teil nur stark eingeschränkte Gestaltungsmöglichkeiten
  • kein Anspruch auf Werbefreiheit
  • keine automatische Datensicherung durch den Hoster
  • keine Exklusivität bei der IP-Adresse (Server)
  • keine Garantie auf unbeschränkte Laufzeit
  • Teilnahme an Affiliate-Programmen z. T. untersagt
  • kaum oder gar kein Service

Weitere Nachteile folgen im übernächsten Abschnitt.

Freehosting Anbieter

Freehosting ist beispielsweise möglich bei nachfolgenden Anbietern:

  • blogspot.de
  • wordpress.de/com
  • blogger.de
  • web4free.eu
  • arcor.de
  • AlterVista
  • freehoster.ch
  • GoogieHost
  • MyFreeWebsite
  • Neq3Venus
  • TEKcities
  • uvam.

 

Kostenlose Bloggen kann zur Kostenfalle werden

Freehosting wird schnell zur Kostenfalle

Sollte man sich für kostenlosen Webspace entscheiden, sind die einzelnen Angebote zu vergleichen. Denn auch unter den Freehostern gibt es unterschiedliche Leistungsparameter. Durchaus kann man auch mit einem Freeblog Geld verdienen, doch wirklich lukrativ ist dies bei Weitem nicht so sehr, wie im Vergleich mit einem eigenständigen Hostingpaket.

Meist blenden kostenlose Webhoster Werbung in die Blogs ein, was vielen Lesern nicht gefällt und zudem auch eigene Vermarktungsmöglichkeiten drastisch schmälert. Als Blogger kann man diese Werbung „freikaufen“. Zwar ist das Blog dann werbefrei, die zu beklagenden Nachteile bleiben jedoch erhalten und letztlich zahlt man doch für das Blogprojekt.

Die nächste Kostenfalle lauert im zur Verfügung stehenden Datenvolumen des Webspaces. Das Platzangebot für kostenlosen Webspace kann reichen von einigen wenigen Megabyte bis zu wenigen Gigabyte (z. B. 2 GB) oder auch bis zu 10 GB.

Natürlich klingt alles im Gigabyte-Bereich schon nach „mehr“. Bedenkt man jedoch, dass ein Blog über viele Jahre tagtäglich mit Inhalt belebt werden kann, gerät man bei 2 Gigabyte schnell, bei 10 GB etwas später an die Grenzen. Was kommt dann? Die Kostenfalle. Braucht man mehr Webspace, muss man entweder Webspace hinzukaufen oder doch auf ein anderes System umsteigen.

An sich ist Blogspot ein guter Anbieter für kostenloses Bloghosting, wenngleich auch WordPress immer beliebter wird und einige Vorteile gegenüber Blogspot bietet.

Bei Blogspot besteht die Möglichkeit, Bilder über Picasa einzubinden. Beides ist zunächst kostenlos. Doch irgendwann ist auch das Picasa-Album voll. Dann muss man Space für den Bilderupload bezahlen. Dabei scheitert es mitunter an der fehlenden Kreditkarte und kostet zudem auch viel Geld.

Eine Alternative dazu währen andere Bildverwalter. Hierbei ist zur Vorsicht zu raten. Einerseits gibt man dadurch teilweise Bildrechte ab, andererseits ist dies für die Blogqualität schädlich, weil mit jedem Foto, das man ins Blog integriert ein externer Link zum Bildverwalter gesetzt werden muss. Dies wiederum geht deutlich zu Lasten der Blogqualität, was zu Leserverlust und schlechteren Rankingpositionen führt.

Hinzu kommt die Tatsache, dass man für eine unabhängige Blogadresse (also der Blogname ohne den Namen des Freehosting Anbieters) ohnehin zahlen muss. Ganz kostenlos ist es also sowieso nicht in jedem Fall! Entscheidet man sich für ein kostenloses Bloghosting, sähe unsere Blogadresse beispielsweise beim Freehoster Blogspot so aus:

als-blogger-geld-verdienen.blogspot.de

 

TLD - kurzer Name mit vielen Vorteilen

Blogadresse: Subdomain & TLD

Die Blogadresse ist die Zeichenfolge, die man eingibt, um ein Blog aufzurufen. In unserem Fall ist das:

als-blogger-geld-verdienen.de

Wir haben uns für diesen Blognamen aus mehreren Gründen entschieden. Einerseits passt er hervorragend zu unserem Blogthema; andererseits ist er sehr eingängig, was wichtig ist, damit Leser des Blogs sich die Adresse gut merken können. Natürlich sorgt dieser Blogname auch für einen hohen Wiedererkennungswert.

Die bereits genannten Vorzüge werden dadurch abgerundet, dass es sich bei dieser Adresse um eine so genannte Top Level Domain (TLD) handelt. Das Pendant hierzu ist die Subdomain.

Eine Subdomain bekommt man, wenn man sich für das kostenlose Bloghosting entscheidet. Hier beide Varianten im Vergleich:

  • als-blogger-geld-verdienen.de – Verwendung einer Top Level Domain (TLD)
  • als-blogger-geld-verdienen.blogspot.de – Subdomain bei Blogspot

Selbstverständlich kann man es technisch recht einfach so einrichten, dass man eine TLD auf kostenlosen Webspace umleitet und dem Freehosting Blog somit den Namen der Top Level Domain zuweist.

Dies hat den Vorteil, dass sich Leser den kürzeren Namen besser merken können und dass das Handling der Kurzdomain bequemer ist, wenn man beispielsweise Visitenkarten drucken möchte. Allerdings bleibt die Lage des Blogs unabhängig davon bei dem kostenlosen Hoster und somit bleiben auch die damit einhergehenden Nachteile erhalten.

Die Verwendung einer TLD beim kostenlosen Bloghosting ist also lediglich eine kosmetische Maßnahme, die jedoch keine nennenswerten Vorteile mit sich bringt. Daher ist es in jeder Hinsicht sinnvoller, beim Bloghosting auf einen Hoster zu setzen, der unabhängigen Webspace anbietet.

Webspace vom Hoster unabhängig und vorteilhaft

Eigenständiges Webhosting

Nachteile beim Freehosting = Vorteile beim Hoster

Geht es um Bloghosting, wird jeder erfahrene und wirklich erfolgreiche Blogger die Frage nach dem gescheitesten Webhosting ganz eindeutig beantworten und zu einem unabhängigen Hoster raten. Hier bieten sich dem Blogger sämtliche Möglichkeiten, unabhängig und unter sämtlichen Vorteilen zu bloggen.

Gerade Blogger, die noch nicht allzu erfahren sind, scheuen sich davor. Einerseits möchten sie erst einmal ausprobieren, ob das Bloggen überhaupt auf Dauer Spaß macht. Andererseits fehlt oft der Mut, ganz alleine das Grundgerüst für ein Blog aufzubauen.

So verständlich diese beiden Aspekte sind, sollten sie keinesfalls ein Hindernis darstellen. Weil die Nachteile beim Freehosting wirklich gravierend sind und sie später wirklich zum großen Ärgernis werden.

Die bis dahin investierte Arbeit und die Liebe zum Projekt lösen sich in den allermeisten Fällen in Luft auf – nämlich dann, wenn z. B.

  • der Freehoster seine Dienste einstellt
  • man aus irgendwelchen Gründen aus Versehen das Blog löscht
  • man die kostenlosen Grenzen ausgeschöpft hat und dann teuer bezahlen soll
  • man das Bloggen professioneller betreiben will
  • man merkt, dass die Technik beim kostenlosen Hoster leistungsbeschränkt ist.

Fast immer besteht technisch die Möglichkeit, die Inhalte eines Freeblogs in ein gekauftes Webhostingpaket mit zu übernehmen. Das klingt nach einer bequemen Lösung, die keine solche ist. Denn im schlimmsten Fall sind all ihre Daten unwiderruflich gelöscht, so dass Sie nicht einmal darüber nachdenken brauchen, ob sie überhaupt ihre Daten umziehen. Zudem hat ein Umzug von Freehosting zum unabhängigen Hoster weitere Nachteile.

Alte Fehler und falsche bzw. nicht kompatible Formatierungen werden übernommen und somit nimmt man bei einem Blogumzug viele der Freehosting Nachteile mit auf ein eigentlich leistungsstarkes und gut arbeitendes Webhostingpaket.

Fahren Sie Auto mit angezogener Handbremse? Nein. Deshalb macht der kostenlose Webspace kaum Sinn, sondern schafft allenfalls schlechte Startbedingungen, die man sich gut und gerne ersparen kann.

Wie bekommt man Webspace vom Hoster?

Um sich unabhängigen Webspace bei einem Hoster zu holen, braucht man eine Top Level Domain. Also ein Blogname, unter dem später das Projekt aufrufbar sein soll. Die TLD kann entweder separat vom Space bestellt werden oder man bucht ein Paket, das aus einer oder mehreren TLD´s und Webspace besteht.

Hierfür gibt es sehr viele Anbieter (Hoster) und noch viel mehr Angebote an unterschiedlichen Kontingentpaketen. Selbstverständlich ist ein Vergleich angebracht, der für noch unerfahrene Blogger fast schon der schwierigste Teil ist, um ein Blog mit Space und TLD zu installieren.

Idealerweise hat man eine Vertrauensperson, die sich mit der Materie auskennt und Tipps geben kann. Erfahrungswerte sind nicht zu unterschätzen. Allerdings haben viele Blogger nur mit den bekanntesten Plattformen Bekanntschaft geschlossen und es fehlt die Vergleichsmöglichkeit. Deshalb ist es sinnvoll, mehrere Meinungen einzuholen und trotzdem sich mit den Hostern und ihren Angeboten zu beschäftigen.

Hoster unterbreiten häufig Angebote, bei denen beispielsweise das 1. Jahr kostenlos ist. Das ist nicht unbedingt eine Offerte, die man annehmen sollte. Auch das günstigste Angebot ist nicht immer das, womit man langfristig glücklich wird.

Günstig ist unabhängiger Webspace meist nur dann, wenn ein Hoster irgendwo kräftig spart. Das passiert entweder an Qualität, am Service oder an beidem.

Worauf muss man beim Hoster achten?

Wir haben viele Jahre Erfahrung im Bloghosting und mit mehreren Hostern. Auch unsere Anfänge lagen im Freehosting – mit dem Ergebnis, dass sämtliche alte Projekte dort auf Eis gelegt wurden und wir neu starteten.

Bis wir letztlich zu „unserem“ Hoster gefunden haben, mussten wir einige durchprobieren. Letztlich mangelte es bei dessen Mitbewerbern an:

  • stabilen Standzeiten (Server/Blog waren oft nicht erreichbar)
  • zu wenig Webspace
  • unübersichtliche Bedienoberfläche
  • nicht optimale Leistungspakete
  • kein oder nur mangelhafter Service
  • schlechte Erreichbarkeit des Hosters (per Telefon & lange Wartezeiten bei E-Mail Kontakt)

Die wichtigsten Ansprüche, die man an ein gutes Bloghosting und den Hoster stellen sollte:

  • Service (z. B. 24/7 – Service rund um die Uhr, auch an Feiertagen, nachts usw.)
  • Serviceleistungen ohne Aufpreis
  • geringe Downtimes (Serverausfälle)
  • ausreichend Speicherplatz
  • Up- & Downgrade-Möglichkeiten
  • ausreichendes Volumen Datentransfer
  • Software Installer (für einfache Installation eines CMS/Wordpress)
  • wenig Kunden pro Server
  • E-Mail-Postfächer (POP3 / IMAP) & umfangreiches E-Mail Leistungspaket
  • SSL-Erweiterung
  • Entwickler Tools (z. B. PHP5, MySQL, CronJobs, Frontpage-Extensions, .htaccess, SSI usw.)

 

Webspace lohnenswerte Investition und nicht teuer

Was kostet guter Webspace?

Wie schon zuvor erwähnt, ist es nicht einfach, unterschiedliche Hoster für qualitatives Webhosting zu vergleichen, da die Pakete und Leistungsvolumen sich zum Teil sehr drastisch unterscheiden. Vor zu teuren Preisen muss man sich jedenfalls nicht fürchten.

Webspace besorgt man sich am besten mit der TLD aus einer Hand; der Hoster übernimmt dann die Anmeldung bei der Denic usw. Es ist zwar hier und da etwas (!) günstiger, nimmt man die TLD und Webspace von zwei verschiedenen Anbietern. Aber die geringe Ersparnis rechtfertigt den Aufwand und das gesamte Drumherum unserer Ansicht nach nicht.

Seriöse und serviceorientierte Hoster bieten hin und wieder auch die Möglichkeit an, Webspace im Paket mit einer Domain kostenlos für einige Wochen oder Monate gratis zu testen. Dies ist eine gute Gelegenheit, um einen Einstieg zu nehmen.

Um Ihnen abschließend eine realistische Preisvorstellung zu vermitteln, gehen wir auf diese Angebote ein, die ein rundum empfehlenswertes Preis-Leistungs-Verhältnis darstellen und für Einsteiger ideal sind:

  • 3 TLD, 50 GB Speicher, Service 24/7 > 4,95 Euro/Monat
  • 5 TLD, 100 GB Speicher, Service 24/7 > 7,95 Euro/Monat
  • 10 TLD, 250 GB Speicher, Service 24/7 > 9,95 Euro/Monat

Derzeit gibt es 3 Gratismonate und sogar die einmalige Einrichtungsgebühr entfällt, die sonst nach aktuellem Preisstand bei 14,95 Euro läge. Selbstverständlich umfassen diese Webhosting Pakete zahlreiche weitere technische Merkmale, die wichtig sind.

Das kleinste Paket enthält zwar 3 Top Level Domains, von denen je nach Bedarf auch nur eine genutzt werden kann. Der angebotene Speicherplatz ist für das normale Bloggen sehr großzügig bemessen. Bei Bedarf kann jederzeit in den Tarifen nach oben oder unten gewechselt werden.

Wir nutzen diverse Webhosting Pakete des Anbieters selbst und empfehlen hier mit bestem Gewissen. Das Gesamtpaket aus Technik, Service, Nutzerfreundlichkeit und Preis ist rundum stimmig.

Fazit zum Bloghosting und den verschiedenen Möglichkeiten

Immer wieder hören wir als Pro-Argument für kostenlosen Webspace:

„Ich will erst einmal ausprobieren!“

Dieses Argument lässt neue Blogger dazu tendieren, nichts zu investieren und Freehosting den Vorzug zu geben.

Von Bloggern, die bereits eine Weile bei Freehostern Bloggen, hören wir dagegen immer die Frage:

„Was passiert, wenn ich meinen Blog umziehe?“ 

In dem Fall raten wir dazu, nicht umzuziehen, weil die Probleme in der Regel mit umziehen. Die deutlich bessere Konsequenz wäre, das alte Projekt stillzulegen und wirklich von Grund auf neu und ohne Fehler zu starten. Nach eingehender Beratung können Blogger mühelos nachvollziehen, warum diese Empfehlung Hand und Fuß hat. Trotzdem tun sich viele mit einem klaren Schnitt und einem Neuanfang schwer. Denn:

Die ganze Arbeit und alle Investitionen in das alte Freehosting Blog waren umsonst.

Dies ist so nicht richtig, denn immerhin hatte man Gelegenheit, reichlich Erfahrung zu sammeln, die allerdings auch den Preis kostet, dass alte Inhalte nicht ohne Weiteres mit umgezogen werden können und sollten.

Bedenkt man, dass Bloggen ein wirklich schönes und langfristiges Hobby ist, das im Vergleich zu vielen anderen Hobbys verhältnismäßig günstig ist, wenn man von Anfang an auf vernünftigen Webspace vom Hoster setzt, sollte einem die Wahl zum unabhängigen Webspace nicht schwer fallen. Man tut sich und dem eigenen Projekt einen großen Gefallen, zeigt dem Leser, dass einem der Blog wichtig ist und hat ein gutes Rüstzeug, um bei der Lesergewinnung immer um Nasenlängen vorne zu sein.

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